Der proleta­rische Zauberberg

Literatur Der Dichter Lutz Seiler beschreibt in seinem ersten Roman, wie Bewohner der Insel Hiddensee beinahe das Ende der DDR verschlafen. Eine große tragikomische Geschichte.
Von Elke Schmitter

Au­tor Sei­ler: Das Ende der letz­ten Welt

Dies, Le­ser, ist kein ap­pe­tit­li­ches Buch. Es han­delt von der Auf­lö­sung von Spei­se­res­ten im Spül­was­ser und von Lei­chen im Meer, von der Auf­lö­sung von Ma­te­rie, von in­ne­rer Zeit und äu­ße­ren Gren­zen und schließ­lich von der Auf­lö­sung ei­nes Staa­tes in ei­nem lang­sa­men Zer­falls­pro­zess, der dem Auf­wei­chen und Zer­fa­sern eben der Spei­se­res­te im Spül­was­ser gleicht, wie es der Held des Ro­mans, ein nicht ganz schlich­ter jun­ger Mann na­mens Ed, an sei­nem Ar­beits­platz als Ab­wä­scher in ei­nem Aus­flugs­lo­kal auf Hi­d­den­see er­lebt: An­fangs ekelt er sich vor die­ser Ar­beit, doch ir­gend­wann löst sich der Ekel auf, es blei­ben ein wa­ches Be­wusst­sein für De­tails und der hel­le Gleich­mut ei­ner frag­lo­sen Un­er­müd­lich­keit.

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