Alchemie im Kanzleramt

Kabinett Eine Arbeitsgruppe der Regierung entwickelt Psychotricks, um die Bürger zu lenken. Ist das Verfahren die bessere Regulierung - oder eine besonders hinterhältige Form der Gängelei?

Mer­kel-Be­ra­te­rin Chris­ti­an­sen: Sanf­ter Pa­ter­na­lis­mus

Im sechs­ten Stock des Bun­des­kanz­ler­amts, eine Eta­ge un­ter An­ge­la Mer­kels Büro, trifft sich seit ei­ni­gen Mo­na­ten eine klei­ne Run­de aus Spit­zen­be­am­ten und Wis­sen­schaft­lern; sie hat den rät­sel­haf­ten Na­men »Pro­jekt­grup­pe Wirk­sam Re­gie­ren«. Eva Chris­ti­an­sen, Che­fin des Mer­kel-Stabs für »Po­li­ti­sche Pla­nung, Grund­satz­fra­gen und Son­der­auf­ga­ben«, hat alle Mi­nis­te­ri­en um Zu­ar­beit ge­be­ten. Ex­per­ten von au­ßer­halb un­ter­stüt­zen das Team: Mal war ein Ex­pe­ri­men­tal­psy­cho­lo­ge aus Lon­don bei ei­ner Sit­zung zu Gast, mal ein Ver­hal­tens­for­scher aus Brüs­sel. Dem­nächst sol­len noch drei Re­fe­ren­ten hin­zu­sto­ßen, die sich, so die Stel­len­aus­schrei­bung, durch her­vor­ra­gen­de psy­cho­lo­gi­sche, so­zio­lo­gi­sche oder an­thro­po­lo­gi­sche Kennt­nis­se aus­zei­chen müs­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 36/2014.