Im Strafraum

Gebannt verfolgt das Land die Entzauberung des Uli Hoeneß, hinter dessen sozialer Fassade der Zocker hervortritt. Seine Selbstanzeige ließ der Steuersünder in wenigen Tagen zurechtzimmern, und wenn es ganz schlecht für ihn läuft, landet der Präsident des FC Bayern im Gefängnis.

Ho­en­eß-Kon­ter­fei beim Cham­pi­ons-Le­ague-Fi­na­le ge­gen den FC Chel­sea im Mai 2012 in der Münch­ner Al­li­anz Are­na

Ein Ge­fan­ge­ner ist Uli Ho­en­eß schon jetzt. Ob­wohl er nicht in Un­ter­su­chungs­haft sitzt, ob­wohl er nicht ver­ur­teilt ist, ob­wohl er mit An­zug und rot-wei­ßem Schal im Sta­di­on sit­zen kann, ob­wohl er die Näch­te zu Hau­se ver­bringt. Er ist der Ge­fan­ge­ne ei­nes klei­nen Ge­räts, nicht ei­ner Fuß­fes­sel, nicht ei­nes Sen­ders, der den Be­hör­den sei­nen Auf­ent­halts­ort mel­det. Das Ge­rät ist ein Emp­fän­ger, es un­ter­rich­tet sei­nen Be­sit­zer über die Bör­sen der Welt, und Ho­en­eß kann nicht an­ders, als stän­dig auf die­ses Ge­rät zu star­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 18/2013.