Schwierige Geschichte

Jun­ker

Das Aus­wär­ti­ge Amt plagt sich mit der brau­nen Ver­gan­gen­heit sei­ner Di­plo­ma­ten. Es geht um über 200 bun­des­deut­sche Bot­schaf­ter, Ge­ne­ral­kon­suln und Kon­suln, de­ren Por­träts in den »Ah­nen­ga­le­ri­en« der Aus­lands­ver­tre­tun­gen hän­gen und die als Nazi-be­las­tet gel­ten. 2010 hat­te Mi­nis­ter Gui­do Wes­ter­wel­le Or­der er­teilt, die Bil­der mit »er­läu­tern­den Tex­ten« zu ver­se­hen. Der His­to­ri­ker Lars Lü­di­cke über­nahm die Auf­ga­be und hat jetzt auf­ge­ge­ben - weil oft zu we­nig über die Ex-Di­plo­ma­ten vor­liegt. Etwa über Wer­ner Jun­ker, ab 1956 Bot­schaf­ter in Bue­nos Ai­res: Kein Do­ku­ment be­legt eine Teil­nah­me des NS­DAP-Mit­glieds an Ver­bre­chen, auch wenn sein Dienst auf dem Bal­kan 1944 ein un­gu­tes Ge­fühl hin­ter­lässt. Zu­dem steht Jun­ker im Ver­dacht, flüch­ti­gen Mör­dern wie dem Ho­lo­caust-Or­ga­ni­sa­tor Adolf Eich­mann in Ar­gen­ti­ni­en ge­hol­fen zu ha­ben. Frei­lich kann Jun­kers eins­ti­ger Ar­beit­ge­ber der­ar­ti­ge Ver­mu­tun­gen kaum ver­kün­den. Und schon gar nicht lässt sich heu­te ei­nem ar­gen­ti­ni­schen Be­su­cher der Bot­schaft in Bue­nos Ai­res die Rol­le Jun­kers auf dem Bal­kan in we­ni­gen Zei­len ver­mit­teln.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 48/2012.