Unrühmliche Rolle

Der Bundesnachrichtendienst hält bis heute seine Unterlagen zur SPIEGEL-Affäre geheim. Aus anderen Quellen liegen dem SPIEGEL die wohl wichtigsten Papiere nun vor: Danach hat der BND jahrelang die Redaktion bespitzelt und zu manipulieren versucht.

Nach­rich­ten­dienst-Chef Geh­len 1948

Der knor­ri­ge Pa­tri­arch im Kanz­ler­amt pfleg­te ei­nen ro­bus­ten Um­gang mit den Ka­bi­netts­kol­le­gen, und so er­staunt nicht, dass Kon­rad Ade­nau­er, da­mals 86, sei­nen Jus­tiz­mi­nis­ter Wolf­gang Stamm­ber­ger, 42, in strik­tem Ton von ei­ner Dienst­rei­se nach Bonn zi­tier­te. Stamm­ber­ger wand­te ein, er habe noch in Karls­ru­he zu tun. Doch Ade­nau­er blieb hart: »Das ist egal, Herr Stamm­ber­ger, kom­men Sie so­fort und brin­gen ei­nen Bun­des­an­walt mit.«

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2012.