»Westerwelles Tal der Schande«

SPIEGEL-GESPRÄCH Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy über die Rechtmäßigkeit der Intervention in Libyen, seinen Einfluss auf Präsident Nicolas Sarkozy und die Verweigerungshaltung der deutschen Regierung

Ber­nard-Hen­ri Lévy: wur­de als Sohn ei­ner In­dus­tri­el­len­fa­mi­lie in Al­ge­ri­en ge­bo­ren, spä­ter zog die Fa­mi­lie nach Pa­ris. In den sieb­zi­ger Jah­ren war Lévy ei­ner der Mit­be­grün­der der »Neu­en Phi­lo­so­phen« in Frank­reich, die sich vom mar­xis­ti­schen Uto­pis­mus ver­ab­schie­de­ten. Seit Jah­ren be­reist Lévy, 62, die Kri­sen­ge­bie­te die­ser Welt und plä­diert auch für Mi­li­tär­ein­sät­ze ge­gen Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen. Er gilt als ei­ner der ein­fluss­reichs­ten In­tel­lek­tu­el­len Frank­reichs. An­fang März fuhr er nach Li­by­en und rief aus Ben­gasi Prä­si­dent Sar­ko­zy an, um ihn von der Not­wen­dig­keit ei­ner Mi­li­tär­in­ter­ven­ti­on zu über­zeu­gen. Was ihm ge­lang. Seit­her be­schreibt die fran­zö­si­sche Pres­se ihn als zwei­ten Au­ßen­mi­nis­ter. Zum Ge­spräch emp­fängt der Phi­lo­soph in sei­nem Ap­par­te­ment im Pa­ri­ser Ho­tel Ra­phaël zwi­schen gold­um­ran­de­ten Spie­geln und grü­nen Stoff­ta­pe­ten. Auf dem Bo­den lie­gen Dior-Ein­kaufs­tü­ten, Bü­cher­sta­pel. Ein li­vrier­ter But­ler ser­viert Tee.

SPIEGEL: Mon­sieur Lévy, sind Sie zu­frie­den mit Ih­rem Krieg?

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