»Ich war wie gelähmt«

AFFÄREN Der im September 2009 von der HSH Nordbank gefeuerte Leiter der Filiale New York über den Verdacht, ein Pädophiler zu sein, und den Kampf um seinen guten Ruf

Ro­land K.: lei­te­te die New-York-Fi­lia­le der HSH Nord­bank, als die­se vor an­dert­halb Jah­ren ein Team in die USA schick­te, um ihm die Kün­di­gung aus­zu­hän­di­gen. Als die HSH-Leu­te Ro­land K. nicht an­tra­fen, durch­such­ten sie sein Büro und fan­den auf sei­nem Com­pu­ter ein Pass­wort und E-Mails, die zu Kin­der­por­no-Fo­tos führ­ten. Am sel­ben Tag wur­de Ro­land K. frist­los ge­feu­ert. Heu­te ist für Er­mitt­ler in Ame­ri­ka und Deutsch­land al­ler­dings klar, dass ihm das Be­las­tungs­ma­te­ri­al nur un­ter­ge­scho­ben wur­de und er Op­fer, nicht Tä­ter ist. Der Fall passt da­mit zu dem des frü­he­ren HSH-Vor­stands Frank Roth, des­sen Ver­hält­nis zu Bank­chef Dirk Jens Non­nen­ma­cher eben­so wie das von Ro­land K. als ge­stört galt. Die Bank hat­te auch Roth frist­los ge­kün­digt, hier mit der Be­grün­dung, es gebe Be­wei­se, dass Roth in­ter­ne In­for­ma­tio­nen an die Pres­se wei­ter­ge­reicht habe. Mitt­ler­wei­le hat sich auch das als halt­los her­aus­ge­stellt und die Bank Roth re­ha­bi­li­tiert. Im New Yor­ker Fall be­teu­ert die HSH wie die an der Raz­zia be­tei­lig­te Si­cher­heits­fir­ma Prevent, kei­ne Spur zu K. ge­legt zu ha­ben. Al­ler­dings ent­las­tet die Bank ihn nun voll­stän­dig vom Kin­der­por­no-Ver­dacht und ent­schul­digt sich erst­mals bei ihm. K. woll­te sich zwar fo­to­gra­fie­ren las­sen, aber nicht sei­nen vol­len Na­men nen­nen.

SPIEGEL: Herr K., Sie ha­ben sich bis­lang nie öf­fent­lich ge­gen den un­ge­heu­er­li­chen Ver­dacht ge­wehrt, Sie hät­ten mit Kin­der­por­no­gra­fie zu tun ge­habt. War­um nicht?

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2011.