Buntes Bemühen

Stel­la-Bild »Har­ran II«, 1967

Rot ist die Lie­be, gelb der Neid, und grün soll, so will es der Volks­mund im­mer schon wis­sen, die Hoff­nung sein, Far­ben trans­por­tie­ren Ge­füh­le - in al­len Schat­tie­run­gen. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg be­gann in den USA eine gan­ze Schu­le jun­ger Ma­ler, die Far­be als rein abs­trak­tes Ve­hi­kel für Emo­tio­nen zu ent­de­cken. Ihre re­vo­lu­tio­nä­re Kunst nann­te sich Co­lor Field Pain­ting. Bil­der der wich­tigs­ten Ver­tre­ter die­ser Rich­tung zeigt nun (bis zum 10. Ja­nu­ar) die Aus­stel­lungs­hal­le Deut­sche Gug­gen­heim in Ber­lin-Mit­te. Zu se­hen sind ra­di­ka­le Farb­abs­trak­tio­nen von Künst­lern wie Frank Stel­la, Mark Roth­ko oder He­len Fran­ken­tha­ler. Die Farb­feld­ma­ler woll­ten nicht de­zi­diert ge­sell­schafts­kri­tisch wir­ken wie die gleich­zei­tig ent­ste­hen­de Pop-Art von Roy Lich­ten­stein oder Ro­bert Rau­schen­berg. Mit ih­rem Farb­rausch zie­len die ex­pres­si­ven Ge­mäl­de des Co­lor Field Pain­ting viel­mehr auf die op­ti­sche Über­wäl­ti­gung des Be­trach­ters. Der Kunst­markt hat das in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit Höchst­prei­sen ho­no­riert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2010.