»Wir wollen gleichbe­rechtigt sein«

SPIEGEL-GESPRÄCH Russlands Verteidigungsminister Anatolij Serdjukow über die Beziehungen seines Landes zur Nato, eine mögliche Zusammenarbeit beim Aufbau einer Raketenabwehr in Europa und die Widerstände des Offizierskorps gegen die vom Kreml in Gang gesetzte Militärreform

Ana­to­lij Serd­ju­kow kehrt in der Ar­mee mit ei­ser­nem Be­sen aus, mit Rü­cken­de­ckung von Prä­si­dent und Pre­mier; zahl­rei­che Ge­ne­rä­le tra­ten aus Pro­test ge­gen sei­ne Re­for­men zu­rück. Serd­ju­kow, 48, stu­dier­te zu So­wjet­zei­ten in Le­nin­grad, heu­te St. Pe­ters­burg, und ar­bei­te­te 15 Jah­re im Mö­bel­han­del. Der Chef der Pe­ters­bur­ger Steu­er­be­hör­de und spä­te­re Pre­mier, Wik­tor Sub­kow, des­sen Toch­ter Ju­li­ja Serd­ju­kow ge­hei­ra­tet hat­te, nahm ihn mit nach Mos­kau. Dort stieg der pro­mo­vier­te Öko­nom zum Lei­ter der rus­si­schen Steu­er­be­hör­de auf, im Fe­bru­ar 2007 wur­de er Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter.

SPIEGEL: Herr Mi­nis­ter, 20 Jah­re nach Ende des Kal­ten Krie­ges ist eine Fra­ge noch im­mer un­ge­löst: das Ver­hält­nis Russ­lands zur Nato. Nun gibt es Hoff­nung, Ihr Prä­si­dent wird Ende No­vem­ber zum Nato-Gip­fel nach Lis­sa­bon rei­sen. Ein Durch­bruch?

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