Mehr Macht für Porsche und Piëch

Groß­ak­tio­nä­re Wolf­gang Por­sche, Fer­di­nand Piëch

Die Fa­mi­li­en Por­sche und Piëch kön­nen noch deut­lich mehr Ein­fluss und Macht beim VW-Kon­zern er­hal­ten als be­kannt. Bis­lang war eine Ver­schmel­zung des VW-Kon­zerns mit der Por­sche Au­to­mo­bil Hol­ding SE vor­ge­se­hen. Da­nach hät­ten die bei­den Fa­mi­li­en an dem ver­ein­ten Au­to­mo­bil­un­ter­neh­men ei­nen An­teil zwi­schen 35 und 39 Pro­zent der Stamm­ak­ti­en. Nie­der­sach­sen und Ka­tar hät­ten je­weils rund 20 Pro­zent. Doch nun kann sich die für 2011 vor­ge­se­he­ne Ver­schmel­zung ver­zö­gern, weil Steu­er- und Rechts­fra­gen nicht recht­zei­tig ge­klärt wer­den kön­nen. Mög­li­cher­wei­se kommt die Ver­ei­ni­gung der Kon­zer­ne auf die­sem Weg über­haupt nicht mehr zu­stan­de, sagt VW-Fi­nanz­chef Hans Die­ter Pötsch. Dann blie­be die Por­sche Au­to­mo­bil Hol­ding SE be­ste­hen. Über sie hal­ten die Fa­mi­li­en Por­sche und Piëch 45,7 Pro­zent der Stimm­rech­te am VW-Kon­zern. Sie könn­ten also über ei­nen deut­lich hö­he­ren An­teil an Eu­ro­pas größ­tem Au­to­mo­bil­her­stel­ler ver­fü­gen. Vor al­lem aber könn­ten die bei­den an­de­ren Groß­ak­tio­nä­re, Nie­der­sach­sen und Ka­tar, die Fa­mi­li­en nicht über­stim­men. Top-Ma­na­ger des VW-Kon­zerns be­zwei­feln des­halb, dass es noch zu ei­ner Ver­schmel­zung kom­men wird. Die Fa­mi­li­en wür­den sich da­durch selbst schwä­chen.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2010.