»Was war da los, Herr Sukanta?«

Der indonesische Rentner Dadang Sukanta, 68, über das Gefühl, in der Erde begraben zu sein

Su­kan­ta

»Es war heiß in der Erde, ei­ner mei­ner Freun­de ist de­hy­driert und muss­te ins Kran­ken­haus. Von da an ha­ben uns die an­de­ren mit Was­ser ver­sorgt. Ich war je drei Stun­den an drei Ta­gen in Fol­ge ein­ge­gra­ben. Und ich hät­te es noch län­ger aus­ge­hal­ten. Es geht schließ­lich nicht nur um mein Haus, es geht um mein Le­ben. Seit 53 Jah­ren woh­ne ich im Vier­tel Cem­pa­ka Pu­tih, mit­ten in Ja­kar­ta. Als ich er­fuhr, dass die Re­gie­rung mein Haus ab­rei­ßen und ein Ver­wal­tungs­ge­bäu­de auf dem Grund­stück er­rich­ten will, war ich ent­setzt. All die 65 Men­schen, die hier woh­nen, sol­len um­ge­sie­delt wer­den. Mit 40 Mil­lio­nen Ru­piah woll­te man uns ab­spei­sen, knapp 4500 Dol­lar - für alle. Da­von kön­nen wir uns kei­ne neu­en Häu­ser kau­fen.«

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2010.