Gute Chefs, schlechter Charakter

Bank­chef Jo­sef Acker­mann

Schlech­te Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten brin­gen Men­schen in die Chef­eta­ge. Das ha­ben For­scher der Uni­ver­si­ty of Ne­bras­ka her­aus­ge­fun­den. »Wir ha­ben uns die dunk­le Sei­te des Cha­rak­ters an­ge­schaut und wie sie die Leis­tung und Ent­wick­lung von Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten be­ein­flusst«, be­rich­tet Stu­di­en­au­tor Pe­ter Harms. Das Er­geb­nis: Men­schen, die zum Über­dra­ma­ti­sie­ren und zu Nar­ziss­mus nei­gen, die häu­fig an­de­re kri­ti­sie­ren und die ex­trem auf die Ein­hal­tung von Re­geln ach­ten, stei­gen eher in Füh­rungs­po­si­tio­nen auf als sol­che, die die­se ne­ga­ti­ven Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten nicht ha­ben. Die Wis­sen­schaft­ler hat­ten 900 Sol­da­ten der US-Of­fi­ziers­schmie­de West Point über Jah­re un­ter­sucht. »Zu­sam­men­ge­nom­men spiel­ten die ne­ga­ti­ven Ei­gen­schaf­ten eine wich­ti­ge Rol­le da­bei zu be­stim­men, wel­che Ka­det­ten Füh­rungs­qua­li­tä­ten ent­wi­ckel­ten«, sagt Harms. Wa­ren die ne­ga­ti­ven Ei­gen­schaf­ten al­ler­dings zu stark aus­ge­prägt, be­hin­der­ten sie den Auf­stieg. Übergro­ße Skep­sis er­schwer­te in je­dem Fall den Weg nach oben. Das Fa­zit der For­scher: In Ma­ßen ist ein schlech­ter Cha­rak­ter gut für die Kar­rie­re.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2010.