Protokolle der Grausamkeit

Fast 400 000 Dokumente über den Krieg im Zweistromland hat die Internetplattform WikiLeaks - trotz aller Anfeindungen - jetzt ins Netz gestellt. Sie zeigen im Detail, wie brutal dieser Krieg geführt wurde und wie hilflos sich die Besatzungsmacht USA aufführte.

Am Ende die­ses ei­nen Ta­ges wer­den 231 Men­schen um­ge­kom­men sein - ge­tö­tet von Pan­zer­fäus­ten, He­cken­schüt­zen oder Spreng­sät­zen. Si­cher­heits­kräf­te wer­den wei­te­re 86 Lei­chen­fun­de ge­mel­det ha­ben, die meis­ten Op­fer ge­fes­selt, ge­fol­tert, er­schos­sen, »Exe­cu­ti­on Style« steht dann in den Be­rich­ten. 58 selbst­ge­bau­te Bom­ben wer­den an die­sem Tag ex­plo­die­ren und 33 wei­te­re un­schäd­lich ge­macht wer­den, 61-mal wer­den Auf­stän­di­sche auf US-Trup­pen feu­ern, neun Waf­fen­la­ger wer­den ent­deckt, und bei sie­ben Über­fäl­len wird eine un­be­kann­te An­zahl Men­schen ent­führt wer­den. Drei­mal wird es kurz Hoff­nung ge­ben, den ent­führ­ten Vize-ge­sund­heits­mi­nis­ter doch noch le­bend zu fin­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2010.