General auf der Flucht

Mla­dić

Kommt Bel­grad sei­nem Ziel nä­her, Mit­glied der Eu­ro­päi­schen Uni­on zu wer­den? Ob das ser­bi­sche Bei­tritts­ge­such nach Brüs­sel wei­ter­ge­lei­tet wird, hängt von den EU-Au­ßen­mi­nis­tern ab, die sich die­sen Mon­tag in Lu­xem­burg tref­fen; ver­langt wird vor al­lem eine vol­le Zu­sam­men­ar­beit Bel­grads mit dem Haa­ger Kriegs­ver­bre­cher­tri­bu­nal. Doch nun traut auch der fried­fer­ti­ge Chef­an­klä­ger in Den Haag, Ser­ge Bram­mertz, den Ser­ben in die­ser Fra­ge nicht mehr. Er hat­te zwei Jah­re lang ver­sucht, Bel­grad »mit Re­spekt und Kol­le­gia­li­tät« zur Aus­lie­fe­rung des seit 15 Jah­ren flüch­ti­gen bos­ni­schen Ser­ben­ge­ne­rals Rat­ko Mla­dić zu be­we­gen. Jetzt scheint er mit sei­ner Ge­duld am Ende. Mehr­mals for­der­te Bram­mertz, mög­li­che EU-Bei­tritts­ver­hand­lun­gen von der Ver­haf­tung Mla­dićs so­wie des eben­falls flüch­ti­gen mut­maß­li­chen Kriegs­ver­bre­chers Go­ran Ha­džić ab­hän­gig zu ma­chen. Bei­de be­fän­den sich nach wie vor im Zu­griffs­be­reich der ser­bi­schen Be­hör­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2010.