Die 721-Stunden-Frau

KUNST Die Serbin Marina Abramović hat 75 Tage lang im New Yorker Museum of Modern Art auf einem Stuhl gesessen. Nach der spektakulärsten Museumsperformance der Kunstgeschichte stellen sich zwei Fragen: Wie viel Qual erträgt ein Mensch? Und was soll das alles?
Von Philipp Oehmke

Der schlimms­te Schmerz kommt nicht, das hat Ma­ri­na Ab­ra­mo­vić ein­mal ge­sagt, wenn man sich mit ei­ner Ra­sier­klin­ge in die Bauch­de­cke ritzt. Der schlimms­te Schmerz kommt auch nicht, wenn man eine hal­be Stun­de nackt auf ei­nem Eis­block liegt, er kommt nicht, wenn man sich wie­der und wie­der ge­gen ei­nen Tief­ga­ra­gen­pfei­ler wirft. All das hat Ma­ri­na Ab­ra­mo­vić ge­tan. Sie hat ge­schrien, bis ihre Stim­me weg war, sie hat ge­tanzt, bis sie um­ge­fal­len ist, ihre Haa­re ge­kämmt, bis die Kopf­haut blu­te­te.

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