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DE­BAT­TE

Grosses Spiel, Teil zwei

In die­sen Ta­gen schrei­ben vie­le mit Herz­blut über Af­gha­nis­tan, der Krieg wird ver­dammt und ver­herr­licht, man be­klagt, be­schö­nigt, be­schwich­tigt. Für die­je­ni­gen, die sich als Rea­lis­ten se­hen, sind die Kampf­hand­lun­gen ge­recht­fer­tigt, eine Ul­ti­ma Ra­tio zur Ver­tei­di­gung west­li­cher Frei­heits­wer­te ge­gen die furcht­ba­ren Ta­li­ban, Kol­la­te­ral­schä­den eben­so be­dau­er­lich wie un­ver­meid­lich. Für die an­de­ren, oft von pa­zi­fis­ti­schen Ge­dan­ken Ge­lei­te­ten, sind die­se Kämp­fe da­ge­gen ein Ver­rat an hu­ma­ni­tä­ren Idea­len. Der Krieg ist in ih­ren Au­gen ein sinn­lo­ses, un­zähm­ba­res Mons­ter, mit Bom­ben­ab­wür­fen wie mit ter­ro­ris­ti­schen Hin­ter­hal­ten. Und nichts, aber auch gar nichts könn­te in ih­ren Au­gen ein ver­lo­re­nes Men­schen­le­ben recht­fer­ti­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 20/2010.