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FOL­TER

Hören mit Schmerzen

In Guantanamo und anderen Gefängnissen wurden im „Krieg gegen den Terror“ muslimische Häftlinge systematisch auch mit Musik gefoltert. Musiker und Bürgerrechtsgruppen fordern nun Aufklärung.

Im Mai 2003 wird Ruhal Ah­med aus sei­ner Zel­le im Camp Del­ta des Mi­li­tär­ge­fäng­nis­ses von Gu­an­ta­na­mo ge­holt und in eine Ver­hör­zel­le ge­bracht. Er muss sich hin­ho­cken, der Mi­li­tär­po­li­zist, der ihn ge­holt hat, fes­selt sei­ne Fuß­schel­len an ei­nen Ring im Bo­den, sei­ne Arme müs­sen die Bei­ne von hin­ten um­fas­sen, dann wer­den sei­ne Hand­schel­len eben­falls am Bo­den­ring be­fes­tigt. Eine so­ge­nann­te „stress po­si­ti­on": Der Ge­fan­ge­ne kann nicht sit­zen, nicht ste­hen, nicht knien. Er kann nur in ei­ner Zwi­schen­po­si­ti­on kau­ern, rasch be­kommt er Krämp­fe. Ah­med kennt das, es ist Teil der „stan­dard ope­ra­ting pro­ce­du­re“, um sie auf das Ver­hör vor­zu­be­rei­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2010.