Auf der Suche nach Exotik

Die Erfolgsschriftstellerin Nino Haratischwili hat sich an das nächste große Epos gewagt – Die Katze und der General. Sie scheitert krachend.
Von Volker Weidermann

EIN BISS­CHEN WAR ES SO, da­mals, vor vier Jah­ren, als hät­te die­se jun­ge Frau ein­mal tief Luft ge­holt und aus­at­mend ei­nen Or­kan ent­facht, der die an­de­ren Bü­cher der deut­schen Ge­gen­warts­li­te­ra­tur ein­fach hin­weg­feg­te. Sie wie Spiel­zeug­bü­cher aus­se­hen ließ, klei­ne Ver­su­che von mut­lo­sen Leu­ten. Sie, Nino Ha­ra­ti­schwi­li, da­mals 31 Jah­re alt, mit 13 Jah­ren von Ge­or­gi­en nach Deutsch­land ge­kom­men, hat­te mit ih­rem Roman Das ach­te Le­ben (Für Bril­ka) ein Werk ge­schaf­fen, wie es lan­ge kei­nes mehr ge­ge­ben hat­te in deut­scher Spra­che, ein eu­ro­päi­sches Epos auf 1277 Sei­ten.

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