Heimatschutz

Wie ich das Wort verwende, das zurzeit alle ständig verwenden. Und wie nicht.
Von Andreas Maier

DAS WORT HEI­MAT hör­te ich als Kind be­wusst zum ers­ten Mal in Ver­bin­dung mit dem Be­griff Ver­trei­bung. »Er ist ein Hei­mat­ver­trie­be­ner«, konn­te es in den Sieb­zi­ger­jah­ren in un­se­rem Ort hei­ßen. Das wa­ren Män­ner, die in den Gär­ten der Stadt ir­gend­wel­che Aus­hilfs­tä­tig­kei­ten aus­üb­ten. Sie steck­ten in aus­ge­dien­ter Klei­dung, man­che von ih­nen wohn­ten in ei­nem Wohn­heim, dem »Karl-Wag­ner-Haus«. Wenn ich frag­te, ob der Be­tref­fen­de kei­ne Fa­mi­lie habe, fiel hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand die­ses Wort: hei­mat­ver­trie­ben. Das Wort wur­de auch im Fern­se­hen be­nutzt, da war dann von Hei­mat­ver­trie­be­nen-Ver­bän­den die Rede. Ich hielt sie für eine Art Trach­ten­ver­ein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2018.