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Applaus, Applaus, Applaus!

Wenn das Leben zur Inszenierung wird, aber die Gemeinschaft zerfällt: Der Soziologe Andreas Reckwitz beschreibt Die Gesellschaft der Singularitäten.
Von Tobias Becker

Nach der Fi­nanz- und Wirt­schafts­kri­se 2008 galt die Gier als Haupt­las­ter der Ge­gen­wart, an­ge­klagt in Leit­ar­ti­keln und Es­says, Ro­ma­nen und Thea­ter­stü­cken. Zu den we­ni­gen, die sich dar­über wun­der­ten, ge­hör­te der Re­gis­seur René Pol­lesch. „Ich ken­ne nie­man­den, der gie­rig ist“, sag­te er ein­mal. „Die sind alle krea­tiv.“ Ein Bon­mot, in dem eine Ah­nung da­für an­klang, dass nicht etwa der Ban­ker die Leit­fi­gur der Ge­gen­wart ist, der zo­cken­de In­ves­tor. Son­dern der Künst­ler. Und dass das nicht un­be­dingt eine gute Nach­richt für die Ge­gen­wart ist.

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