Schicksals­ge­mein­schaft

Wohnmodelle Acht demenzkranke Menschen, die sich vorher nicht kannten, ziehen in eine WG. Ihren Gefühlen lassen sie freien Lauf. Kann das gut gehen?

Kei­ne Kopf­sa­che: Men­no Wient­jes, Ger­da Mül­ler, Ilse Reschke und Eli­sa­beth Boll­witt le­ben und la­chen in ih­rer WG.

Men­no Wient­jes sitzt beim Mit­tag­es­sen und nennt alle »Klau­si«. Be­son­ders Ilse Reschke. Die 88 Jah­re alte Dame sitzt ne­ben ihm und dreht lang­sam den Kopf in sei­ne Rich­tung. Ernst, still, von weit her guckt sie ihn aus ih­ren was­ser­blau­en Au­gen an. »Klau­si­i­i­ii!«, ruft er ihr di­rekt ins Ge­sicht, mit an­schwel­len­der Stim­me, die klei­nen Au­gen blit­zen, »nu' iss doch!« Auf dem Tel­ler: ge­ba­cke­ner Lachs, Erb­sen und Möh­ren, Reis mit Soße. Un­ge­rührt schiebt Reschke ihre Ga­bel in den Reis, führt sie lang­sam zum Mund und kaut.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2018.