Brüs­seler Königs­drama

Inszenierungskritik  Wie sich Mark Zuckerberg vor dem Europäischen Parlament furios zum Regisseur des eigenen Auftritts machte

Der jun­ge Held trägt strah­lend wei­ßes Hemd, ak­ku­ra­ten Topf­schnitt und die In­si­gni­en der Macht im Rü­cken – man sieht dort die mit gel­ben Ster­nen ver­zier­te Flag­ge des kon­ti­nen­ta­len Sou­ve­räns und eine in Blau und Weiß schim­mern­de Pa­last­wand. Sei­ne Wi­der­sa­cher sind al­le­samt äl­ter als er und zwar nicht in Lum­pen, aber doch in of­fen­bar nach­läs­sig zu­sam­men­ge­such­tes Schlab­ber­zeug ge­wan­det. Sie sind kon­fus fri­siert und sit­zen vor kah­len Kon­fe­renz­saal­wän­den. Der Re­gis­seur, der Mark Zu­cker­bergs An­hö­rung vor dem Eu­ro­päi­schen Par­la­ment am ver­gan­ge­nen Diens­tag in­sze­niert hat, hielt sich an die alte Thea­ter­re­gel: Be­sorg dir ein tol­les Büh­nen­bild und präch­ti­ge Kos­tü­me, und schon sind zwei Drit­tel ei­ner ge­lun­ge­nen In­sze­nie­rung bei­sam­men.

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