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Haus­mit­tei­lung

Re­pin­ski in Wa­shing­ton

Seit gut zwei Wo­chen ist Do­nald Trump nun Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, und sein An­griff auf das Es­ta­blish­ment in Wa­shing­ton ist in vol­lem Gang. Mit sei­nem Re­gie­rungs­stil, den De­kre­ten, Er­nen­nun­gen und Ent­las­sun­gen spal­tet er die po­li­ti­sche Eli­te. In vie­len Mi­nis­te­ri­en be­steht ein Macht­va­ku­um, weil alte Mit­ar­bei­ter ge­hen muss­ten, neue aber noch nicht an­ge­tre­ten sind. Wie Trumps in­ne­rer Zir­kel aus­sieht und funk­tio­niert, wie groß die Ver­un­si­che­rung bei den Re­gie­rungs­be­am­ten ist, be­schreibt die Ti­tel­ge­schich­te. Sie be­leuch­tet un­ter an­de­rem die Rol­le von Ste­phen Ban­non – der ehe­ma­li­ge Chef der rech­ten Nach­rich­ten­platt­form Breit­bart News gilt als Trumps Me­phis­to, sein Chef­ideo­lo­ge und Strip­pen­zie­her im Wei­ßen Haus. Wa­shing­ton-Kor­re­spon­dent Gor­don Re­pin­ski traf Re­gie­rungs­be­am­te, die nach an­fäng­li­chem Zö­gern of­fen über ihre Sor­gen und Ge­wis­sens­bis­se re­de­ten. „Sie über­le­gen, ob es rich­ti­ger wäre, aus der Re­gie­rung aus­zu­schei­den oder von in­nen Wi­der­stand zu leis­ten“, sagt Re­pin­ski. In Lon­don sprach Pe­ter Mül­ler mit Ted Mal­loch, der als Trumps Fa­vo­rit für den Pos­ten des EU-Bot­schaf­ters gilt: ein Mann, der den Brex­it lobt und den Kol­laps des Euro pro­gnos­ti­ziert. zum Ar­ti­kel

Do­er­ry

Wie so vie­le an­de­re Jour­na­lis­ten hat auch Spiegel-Au­tor Mar­tin Do­er­ry einst Ger­ma­nis­tik stu­diert. „Die Stu­di­en­be­din­gun­gen wa­ren in den Sieb­zi­ger­jah­ren aber bes­ser als heu­te“, er­in­nert sich Do­er­ry, der in Tü­bin­gen und Zü­rich ein­ge­schrie­ben war und bei Ko­ry­phä­en wie dem Li­te­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Hans May­er, bei Wal­ter Jens und dem Phi­lo­so­phen Ernst Bloch im Se­mi­nar saß. Vier­zig Jah­re spä­ter hat sich Do­er­ry in ger­ma­nis­ti­schen Fa­kul­tä­ten in Ham­burg und Frank­furt am Main um­ge­se­hen und „vie­le fas­zi­nie­ren­de jun­ge Stu­den­ten“ ge­trof­fen, die zwar mit Lei­den­schaft stu­dier­ten, aber un­ter der „Mas­sen­ab­fer­ti­gung“ zu lei­den hät­ten. Do­er­ry zieht den Schluss: „Die Ger­ma­nis­tik könn­te an ih­rer Grö­ße er­sti­cken.“ zum Ar­ti­kel

Wer­ner, Stock in Mos­sul

Das Ende des „Is­la­mi­schen Staats“ im Irak ent­schei­det sich in Mos­sul, fast drei Jah­re lang re­giert von Ter­ro­ris­ten. Nach Mo­na­ten hef­ti­ger Kämp­fe hat die ira­ki­sche Ar­mee ei­nen Teil der Stadt be­freit, „doch sie ist zer­ris­se­ner denn je“, sagt Jo­na­than Stock, der mit dem Fo­to­gra­fen Chris­ti­an Wer­ner ver­gan­ge­ne Wo­che in Mos­sul un­ter­wegs war. Die Jour­na­lis­ten spra­chen mit Be­woh­nern und wur­den Zeu­ge der an­hal­ten­den Kämp­fe. Als in der Nähe eine Mör­ser­gra­na­te ein­schlug, such­ten Stock und Wer­ner Schutz im Kel­ler ei­nes Hau­ses, das ei­nem rei­chen Ge­schäfts­mann ge­hört. Ihr Über­set­zer sag­te, sie soll­ten nicht lan­ge blei­ben, bei dem Mann hand­le es sich um ei­nen ehe­ma­li­gen Of­fi­zier Sad­dam Hus­seins, und ge­nau sol­che Leu­te hät­ten den Auf­stieg des IS er­mög­licht. Die Frau des Haus­herrn aber frag­te die Gäs­te, ob sie Tee oder Kaf­fee wünsch­ten. Sie nah­men Tee. zum Ar­ti­kel