Sport

Elg­ho­bas­hy (M.)
Beachvolleyball

Öffnen durch Verschleiern

Kann ein Kopf­tuch ei­nen Fort­schritt sym­bo­li­sie­ren? Et­was, das aus west­li­cher Sicht eher für die Un­ter­drü­ckung der Frau steht, also den Rück­schritt der Eman­zi­pa­ti­on? In Rio de Ja­nei­ro tra­gen ei­ni­ge mus­li­mi­sche Ath­le­tin­nen ein Kopf­tuch, dar­un­ter eine ira­ni­sche Ru­de­rin, eine US-Fech­te­rin und eine Ge­wicht­he­be­rin aus den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten. Nie­mand fällt da­bei so auf wie Doaa Elg­ho­bas­hy, 19, Beach­vol­ley­bal­le­rin aus Ägyp­ten. Denn ihre Sport­art spielt mit der Ero­tik. Knap­pe Strand­klei­dung war lan­ge vor­ge­schrie­ben, Sexi­ness in den Re­geln for­mu­liert. Bis vor vier Jah­ren das Bi­ki­ni-Mo­no­pol ge­stri­chen und die Klei­der­wahl weit­ge­hend frei­ge­stellt wor­den ist. Ohne die­se Ände­rung wür­de wohl kei­ne Ath­le­tin aus ara­bi­schen Staa­ten im olym­pi­schen Sand bag­gern und prit­schen. Beach­vol­ley­ball, er­fun­den an den Strän­den der west­li­chen He­mi­sphä­re, hat sich für die ara­bi­sche Welt ge­öff­net, in­dem er den Schlei­er zu­lässt. Elg­ho­bas­hy nutzt das für sich aus. Für sie ist die Frei­heit in der Klei­der­ord­nung ein Durch­bruch.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 33/2016.