>

Zeit­ge­schich­te

„Ein bisschen Druck“

Die USA unterstützten den jungen Willy Brandt in Berlin und beförderten so seinen Aufstieg – mit getarnten Spenden.

New-York-Be­su­cher Brandt 1959: „Streng ver­trau­li­che“ Ver­ein­ba­run­gen

Das ge­hei­me Tref­fen fand statt am 27. Juli 1950 in Zim­mer 115 des Frank­fur­ter IG-Far­ben-Ge­bäu­des, des Haupt­quar­tiers der US-Streit­kräf­te in Deutsch­land. Der Be­su­cher kam aus West­ber­lin, für die SPD saß er im ers­ten Deut­schen Bun­des­tag. Sein Name: Wil­ly Brandt. Es ging um po­li­ti­sche Un­ter­stüt­zung, ein heik­les Feld für die Be­sat­zungs­macht, und so mahn­ten die Ame­ri­ka­ner ih­ren Gast und des­sen Be­glei­ter, den West­ber­li­ner Se­nats­spre­cher Hans Hirsch­feld, alle Ver­ein­ba­run­gen „streng ver­trau­lich“ zu hal­ten. Ein über­flüs­si­ger Hin­weis: Man habe „eben­falls star­kes In­ter­es­se dar­an, nur den al­ler­not­wen­digs­ten Kreis zu un­ter­rich­ten“, ent­geg­ne­te Brandt, 36.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 24/2016.